Archiv der Kategorie: Fotografie

Galerie

Drunken Angel & Andi Valandi+Band beim 10. int. Volksdorfer Bluesfestival HH

Diese Galerie enthält 41 Fotos.

Am 6.11.2018 in der Ohldorf’schen Villa, Hamburg Volksdorf

Galerie

Drunken Angel @ Kunsttankstelle 12.10.2018

Diese Galerie enthält 19 Fotos.

Drunken Angel Live im Defacto Art (Kunsttankstelle), Lübeck am 12.10.2018

Galerie

Lübeck-Oper / Fotos vom 19.08.2018 aus Schuppen C, Lübeck

Diese Galerie enthält 68 Fotos.

Lübeck-Oper „Tausend Jahre und ein Tag“ von Gabriele Pott und Birgit Kronshage, Aufführung vom 19.08.2018 in Schuppen C, Lübeck durch Kunst am Kai. Alle Beteiligten dürfen die Fotos für private Zwecke oder beruflich für ihre Selbstdarstellung frei nutzen (eine kurze … Weiterlesen

Galerie

Kunst am Kai – Alles hat seine Zeit – 7.7.2018

Diese Galerie enthält 15 Fotos.

Kunst am Kai – Musikfestival im Hafenschuppen C, Lübeck Reihe „Konzert zur blauen Stunde“ 7. Juli 2018 Hafenschuppen C, Nördliche Wallhalbinsel, Willy-Brandt-Allee 31 c ALLES HAT SEINE ZEIT Die Schauspielerin Heidi Züger las eine Auswahl von poetischen, literarischen und wissenschaftlichen … Weiterlesen

Ensemble du verre – Live im Live-CVJM Lübeck, 3.11.2017

Ensemble du verre – Live im Live-CVJM Lübeck, 3.11.2017

Mit dem Wind nach Osten – Eine Ballonfahrt

Meine erste Ballonfahrt, von Lübeck nach Klein Molzahn, bzw. zu einem Acker in der Nähe.

Ballonfahrt am 4.09.2017 von Lübeck Richtung Süd-Ost bis ca. Klein Molzahn

Seit ich als Zehnjähriger den Film „Mit dem Wind nach Westen“ über eine DDR-Flucht per Ballon gesehen habe, wollte ich auch mal mit einem Ballon fahren. Nun habe ich eine Ballonfahrt von lieben Verwandten geschenkt bekommen und am 4.09.2017 war es so weit.

Vorbereitung
Am Treffpunkt finden sich Pilot Thomas Voss vom Ballonteam Lübeck, die Bodencrew, bestehend aus Werner und Werner, sowie insgesamt 10 Passagiere ein. Die Fahrt im Landrover zum Startplatz im Drägerpark ist ein erstes kleines Abenteuer. Dort müssen alle mit anpacken: Gondel abladen und auf die Seite legen, Ballonhülle ausbreiten und einhaken, die Gebläse in Stellung bringen. Noch aus Kindertagen hatte ich das Bild im Kopf, dass so eine Gondel rund sei, aber sie ist rechteckig und innen mit Zwischenwänden unterteilt in 4 Eckabteilungen für je bis zu 3 Passagiere und eine zentrale Abteilung für Gasflaschen und Pilot.
Mit den Gebläsen wird die Hülle aufgebläht, so dass der Brenner in die Hülle feuern kann. Langsam bläht sich diese und steigt auf, an der Kopfleine von 3 Mann gehalten, um nicht bei Böen zu sehr zur Seite gedrückt zu werden.

Abflug
Dann geht es recht schnell: Alle in die Gondel, die letzte Halteleine zum Auto gelöst, ein paar Feuerstöße und wir heben ab. Etwas mulmig ist mir, aber das vergeht schnell. Entgegen meiner Vorstellung ist es absolut windstill, da wir uns mit dem Wind bewegen und es schaukelt auch nichts. Und es ist ruhig, bis auf die gelegentlichen Feuerstöße. Die strahlen dann unerwartet heiß auch auf uns Passagiere ab, so das es auch eher warm als kalt ist in der Luft. Wir fahren (nicht fliegen!) mit ca. 30 Km/h in ca. 300 Metern Höhe Richtung Südost. Lübeck liegt im Gegenlicht hinter uns, im Norden sehen wir die Trave und die Ostsee, unter uns die Wakenitz. Es ist leicht diesig, was die herrliche Aussicht nicht stört, nur später etwas mehr Nachbearbeitung bei den Fotos erfordert. Ich hatte mich vorher etwas schlau gemacht und gelesen, dass es eng wird in der Gondel. Ich dachte, ich könnte immer mal von einer Seite zur anderen gehen, aber nein, man steht eher wie die berühmten Ölsardinen in der Dose, aufgeteilt in die Abteilungen nach Gewicht, für eine gute Balance der Gondel. Ich habe daher auf Wechselobjektive verzichtet und nur ein 18-105mm f/4 an meiner handlichen APS-C Spiegellosen. Für den ersten Flug muß das reichen. Die Sonne steht tief und wirft lange Schatten und zeigt wunderbar Strukturen in den gepflügten Äckern und Stoppelfeldern. Wie Inseln stehen grüne Baumgruppen im rotbraun leuchtendem Erdmeer.

Landung
Nach vielleicht einer Stunde wird die Landung angestrebt. Festhalten und etwas locker in den Knien bleiben, um den Stoß abzufedern. Unser Pilot hat einen frisch gepflügten Acker als Landeplatz auserkoren, der ist schön weich. Nach zwei Hopsern stehen wir, ganz undramatisch. Und wir bleiben auch stehen. Und feuern weiter in den Ballon. Wir müssen als Ballast in der Gondel bleiben und der muß aufrecht bleiben, bis uns die Bodencrew in den Verfolgerwagen gefunden hat, um dann den Ballon gezielt einzuholen. Die Sonne ist inzwischen verschwunden, dafür haben wir das Glück, Vollmond zu haben und uns von ihm leuchten zu lassen. Nun geht alles Rückwärts: Die Hülle wird an der Kopfleine in eine Richtung nach unten gezogen und verliert langsam Volumen und Höhe. Am Boden wird die letzte Luft Meter für Meter von der Gondel aus herausgedrückt und der Stoff zu einer langem Bahn zusammengelegt. Der riesige Ballon passt so in eine Hülle gerade mal ein Viertel so groß wie die Gondel. So passen Ballon, Gondel und Gebläse auf einen Hänger.

Taufe
Von Pilot Thomas Voss erfahren wir, dass es früher Adeligen vorbehalten war, Ballon zu fahren. Daher haben sich Ballonfahrer ohne blaues Blut flugs selbst in den Adelsstand erhoben, um fliegen zu dürfen, was so auch geduldet wurde. Und um erschrockenen Bauern bei der Landung auf ihren Äckern die Angst zu nehmen, wurde stets eine versöhnlich stimmende Flasche Champagner mitgeführt. Auch wir bekommen ein Gläschen und einen urkundlich festgehaltenen Ballonfahren-Adelstitel. Nennt mich „Baron Wolkenstürmer“!

Luftbilder
Die ersten Luftbilder hat der französische Fotograf Nadar 1858 geschossen, der einen eigenen Ballon besaß und begeisterter Ballonfahrer war.

Bisher war ich zweimal Passagier in einem zweisitzigem Tragschrauber, wo man auch „draußen“ sitzt und so alles sehr unmittelbar erlebt. Das hat auch viel Spaß gemacht und wir konnten steuern, wohin es gehen sollte.
Eine Ballonfahrt ist dagegen etwas anderes, eine ganz entspannte und entschleunigte Variante. Ich kann beides empfehlen!

 

 

Haus Sellschopp, Moislinger Allee, Lübeck

Jahrelang stand das Haus Sellschopp an der Moislinger Allee in Lübeck leer und verfiel. Erbaut 1905 (oder so) und mit wechselnder Nutzung bis vor gar nicht so langer Zeit ist das ungewöhnliche Gebäude nun abgerissen.
Ich mochte die verschachtelte, leicht burgartige Architektur und habe zwischen Abrissbeginn und dem fast vollständigem Verschwinden regelmäßig ein paar Fotos gemacht.